Der Begriff „Autogenes Training“

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Den Begriff „Autogenes Training“ hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Doch was ist eigentlich Autogenes Training und was steckt dahinter?

Nun hört sich der Begriff „Autogenes Training“ vielleicht etwas kompliziert an. Was auch darauf schließen lässt, dass Autogenes Training ein äußerst komplexes Verfahren ist. Doch Sie können sicher sein, dass sich die Methodik zum Erlernen des Autogenen Trainings gar nicht so kompliziert gestaltet wie es sich im Moment vielleicht anhört.

Dem Autogenen Training ist keine Altersgrenze gesetzt. Es kann praktisch von Menschen im Grundschulalter bis hin ins hohe Alter angewendet und durchgeführt werden.

 

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Die Möglichkeit der Entspannung durch das Autogene Training kommt nicht nur seelisch Kranken zugute. Das Autogene Training hat sich im Zeitalter von Stress und Umweltneurosen als eine Lebenshilfe schlechthin erwiesen, die jedem Menschen hilfreich sein kann.

Der Begriff „autogen“ setzt sich aus dem griechischen Wort „auto“, welches in der Übersetzung „selbst“ heißt, und dem lateinischen wort „gen“ (dt. = erzeugen) zusammen. Beim Autogenen Training geht es also um das Trainieren, etwas selbst zu erzeugen. Dass das, was da selbst erzeugt werden soll, Entspannung ist, geht aus dem Namen leider nicht hervor. Das ist aber die einzige Schwäche dieser Methode. Lassen Sie uns einfach über sie hinwegsehen.

Autogenes Training bedeutet also, sich darin zu üben, von innen heraus eine Entspannung zu erzeugen. Während des Autogenen Trainings wird zwar die Entspannung zunächst von außen induziert, beispielsweise durch die Anweisungen eines Trainers. Doch diese Indizierung ist mit dem Ziel verbunden, eine Entspannung von innen heraus schon bald selbst erzeugen zu können, also ohne jegliche Unterstützung von außen.

 

Die Entspannungstechnik für jedermann

Seit den Anfängen des Autogenes Trainings vor 80 Jahren hat sich erwiesen, dass das Autogene Training ein Fass ohne Boden ist. Dennoch darf man annehmen, dass die Entwicklung des Autogenen Trainings erst am Beginn steht. Es lässt sich nicht im entferntesten abschätzen, welche weiteren methodischen Fortschritte und welche neuen Anwendungsbereiche sich ergeben werden.

Schon im Altertum waren Methoden zur Entspannung und zur Selbstbeeinflussung bekannt. Bekannte Methoden sind im asiatischen Raum beheimatet. Dort sind beispielsweise die indische Yoga-Lehre und die Zen-Meditation entstanden. Im Gegensatz zum Autogenen Training kann man diese Lehren von den jeweiligen Weltanschauungen aber nicht trennen. Autogenes Training hingegen funktioniert unabhängig und ohne jegliche Weltanschauung, kann also von Menschen aller Glaubensrichtungen erfolgreich praktiziert werden.

Autogenes Training ist ein physiotherapeutisches Verfahren. Es wurde von dem Berliner Nervenarzt Professor Dr. J. H. Schulz ab dem Jahre 1928 auf der Basis der Erkenntnisse der Esoterischen Sektion der Adyar-Theosophischen Gesellschaft, entwickelt. Diese Gesellschaft entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts eine weitgehend identische Form von Entspannungsübungen, die in dem Autogenen Training angewendet werden. Unter Beobachtung hypnotisierter Menschen entwickelte er das didaktische Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung, welches aber ausschließlich auf Auto-Suggestionen basiert. Es ist Verfahren, welches in drei Stufen untergliedert ist, in die Unterstufe, die Mittelstufe und in die Oberstufe. Anhand spezieller Übungen, werden bestimmte Komponenten in den jeweiligen Stufen angesprochen, die den konzentrativen Selbstentspannungsprozess begleiten und fördern. Dazu gehören Kälte-, Schwere- und Wärmewahrnehmung, Organübungen zur Körperwahrnehmung, formelhafte Vorsatzbildungen und Imaginationen.





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